Unter M., von ahd. mari, mhd. maere (eigentlich ‘Kunde’, ‘Bericht’, ‘Botschaft’; vgl. den Beginn des Nibelungenliedes), versteht man eine mündl. tradierte belehrende Wunder- oder Zaubergeschichte eines anonymen Autors, bei welcher die Grenzen der Realität aufgehoben sind. In der Autorenfrage unterscheidet es sich vom KunstM. (H.C. Andersen, W. Hauff, L. Tieck, C. Brentano, H. von Hofmannsthal u.a.), deren Verfasser das M. als lit. Kunstform begreifen, welche das volkstümliche ...
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