Im Ausgangspunkt bezeichnet M. das ‘Mitleid’ (von miserum cor: ‘[am Schicksal einer anderen Person] leidendes Herz’), das, von der ant. Tradition als Störung des Seelenfriedens ethisch missbilligt, in der christl. Lehre zur Verpflichtung führt, die durch das Leid anderer ausgelöste eigene Trauer durch tätiges Handeln zu überwinden. M. wird damit zur ‘Barmherzigkeit’, die v.a. bei Augustin als Verwirklichung von iustitia durch das Verzeihen gegenüber dem reuigen Sünder gedeutet ...
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